Wie ich zur Berufswahl Pflegefachfrau kam:
Schon in Schulpraktika war ich in sozialen Einrichtungen, unter anderem hier im ASJ in den Hausgemeinschaften. Das Jahrespraktikum für das Fachabi habe ich auch in einer Senioreneinrichtung gemacht.
Weil mir das so gut gefallen hat, habe ich mich für die Ausbildung zur Pflegefachfrau mit Richtung Altenpflege entschieden.
Wo ich in den Praxisphasen war:
Ich bin ganz schön rumgekommen. Neben den Zeiten hier im Haus war ich bei einem ambulanten Pflegedienst in Osterwick, in der Dialysestation in Dülmen und in einer psychiatrischen Klinik in Telgte, wo ich auch mit anderen Azubis in einem Wohnheim gelebt habe.
Mein Wunschpraktikum konnte ich im Edith Stein Hospiz in Bocholt machen. Es war sehr spannend zu sehen, welche Möglichkeiten es gibt, um Sterbenden ihre letzten Tage schön zu machen. Das hilft mir bei der Arbeit hier.
Was mir an der Ausbildung besonders gut gefallen hat:
Die Vielfältigkeit, das Reingucken in verschiedenste Pflegebereiche. In der Altenpflegeschule in Dülmen hatten wir einen Simulationsraum, in dem wir nicht nur viele Handgriffe, sondern auch den stressigen Alltag geübt haben, mit vielen Herausforderungen gleichzeitig. Die Azubis anderer Kurse waren als Schauspieler für alte und kranke Menschen dabei. Das war cool und wir haben viel gelernt. Die Praxisanleitung hier im Haus war auch richtig gut.
Was mir weniger gut gefallen hat:
In manchen Praxisphasen kam die Anleitung zu kurz, weil zu wenig Fachkräfte vor Ort waren. Außerdem finde ich, dass der Kinderkrankenpflege in der Ausbildung wenig Raum gegeben wird.
Was mir bei der Arbeit am meisten Freude macht:
Bei den alten Menschen zu sehen, wie es ihnen helfen kann, dass man da ist, zuhört, mit ihnen spricht. Zu verstehen, warum es ihnen gut oder schlecht geht. Einfach nah dran zu sein, auch in schwierigen Situationen.
Wie ich mir meine berufliche Zukunft vorstelle:
Erstmal möchte ich weiterarbeiten und Berufserfahrung sammeln. Eine Weiterbildung zur Praxisanleiterin kann ich mir später gut vorstellen, vielleicht auch ein Studium der Pflegepädagogik.
